Vor dem SEO: Logistik-Forschung
Ich bin nicht über das Marketing zur Suchmaschinenoptimierung gekommen, sondern über die Logistik. Von Dezember 2014 bis September 2017 war ich Projektmanager am Institut für Distributions- und Handelslogistik des VVL e. V. in Dortmund, davor über mehrere Jahre als Werkstudent am selben Institut.
Meine Forschungsthemen dort: Wartezeiten von Lastkraftwagen an Laderampen, Verpackungen im 3D-Druckverfahren sowie Projekte zur Entsorgung von Elektronikaltgeräten und Altglas. Dazu Projektmanagement mit eigener Budgetverantwortung.
Kern der Arbeit war HaWana, ein mit Bundesmitteln gefördertes Forschungsprojekt, in voller Länge „Standardisierung und Regulierung der Handhabung von Wartezeiten bei der Be- und Entladung von Lkw im gewerblichen Güternahverkehr". Die Projektleitung lag bei mir. Wir haben Spediteure, Logistikdienstleister, Händler und Industrie befragt und Rampenprozesse vor Ort analysiert.
Das Ziel war ausdrücklich praktisch: ein Handlungsleitfaden, der kleinen und mittleren Unternehmen hilft, ihre Wartezeiten zu verringern und Standgeldansprüche durchzusetzen. Dieselbe Zielgruppe, für die ich heute Websites auffindbar mache.
Die Ergebnisse habe ich am 8. März 2016 auf der LogiMAT in Stuttgart vorgetragen, im Fachforum Verpackungslogistik unter der Moderation von Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen, sowie im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.
Belege:
Pressemitteilung der LogiMAT, 19. Januar 2016 ·
„Zeitkiller Rampe", trans aktuell 9, 22. April 2016, Seite 7 (PDF)
Weitere Stationen aus dieser Zeit: Abschlussarbeit bei Dr. Brüning Engineering, Praktikum bei der Schäflein Logistics GmbH in Schwerte und ein Praktikum bei der ThyssenKrupp Steel AG, Division Auto.
Warum das hier steht und nicht im Archiv: Wer jahrelang misst, wie lange ein Lkw an einer Rampe steht und woran das liegt, denkt danach in Durchsatz, Engpässen und belastbaren Zahlen. Genau diese Denkweise brauche ich heute im technischen SEO. Der Gegenstand hat gewechselt, die Methode nicht.